Schreiben um zu verstehen, zu zweifeln, sich zu wundern, zu staunen, sich zu ärgern, zu lachen...                                

 

                                                      MICHAELA SCHONHÖFT

                                                                                                                              


 

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Die Franzosen haben sich für ein Recht auch digital abzuschalten entschieden. In Australien machen sich langjährige Mitarbeiter traditionell auf zu einem staatlich subventionierten Sabbathical. Isländische Eltern teilen sich Arbeit und Hausarbeit gerechter als nirgendwo auf der Welt. Und die Dänen machen regelmäßig sehr früh Feierabend. "Die Wiederentdeckung des Feierabends - internationale Inspirationen für eine bessere Work-Life-Balance" ist ein Pläydoyer für konzentrierteres Arbeiten und feste Auszeiten im Alltag, für Flexiblität bei gleichzeitiger Stabilität. Ein Blick über den Tellerrand in andere Länder und Kulturen lässt das schon fast altmodisch wirkende Konzept des klassischen Feierabends in neuem Glanz erscheinen. Wir alle haben nur begrenzt Zeit in unserem Leben. Arbeit ist ein Grundbedürfnis, hoffentlich hin und wieder erfüllend, aber sie darf nicht völlig das Leben bestimmen. Die sehr unterschiedlichen Sichtweisen Menschen anderer Kulturen über das Verhältnis von Arbeit zum Leben sind sehr bereichernd und inspirierend.

 

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                                             FAMILIE & PARTNERSCHAFT


 

„Wenn in der eigenen Beziehung plötzlich die Funken schlagen, fallen sie überall auf: die streitenden, distanzierten, desillusionierten und manchmal auch gleichgültigen oder gar fiesen Paare. Im Angesicht der zahllosen ehelichen Grausamkeiten, mit denen man im zunehmenden Alter konfrontiert wird, kuscheln wir uns manchmal abends mit einem Glas Wein aufs Sofa und raunen: „Eigentlich haben wir es doch gut.“ Dabei sind wir selbst zu erheblichen Fisimatenten in der Lage.“

„Liebe, Du Monster“ erzählt in Episoden über die ganz klassischen und oft sogar charmanten Krisen einer Ehe: von schweigenden Männern, Beziehungs-Dramen auf der Autobahn und der Erotik gemeinsamer Abenteuer. Tiefe, große, dauerhafte Liebe ist ein Prozess. Sie muss sich bewähren und bleibt nicht einfach brav sitzen, bis man sie aufruft. 

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Afrikanische Babys schreien weniger als deutsche; in japanischen Kitas fühlen sich die Kleinen besonders wohl; in Finnland leistet die Schul-Ambulanz erste Hilfe bei ungenügendem Lernerfolg – können es die anderen besser? 

Michaela Schonhöft hat viele Länder bereist und mit Eltern rund um den Globus gesprochen. Ihr Fazit: Den Kindern und ihren Eltern geht es umso besser, je weniger Erwartungen auf ihnen lasten – Liebe und Gelassenheit sind immer noch die besten Voraussetzungen für glückliche Kinder.

"Offen und nicht deterministisch ist der Ansatz der Autorin, sie ist dem Wandel von Erziehung in Ballungsräumen und im entlegenen Hinterland auf der Spur, sie hat Eltern, Kinder, Ethnologen, Neurowissenschaftler und Bildungsforscher interviewt und blickt auch in historische Quellen wie Johanna Haarers berüchtigten Erziehungsratgeber im Nationalsozialismus, der den „lieben Müttern“ möglichst viel Härte und Kälte auch mit Säuglingen empfahl und noch bis in die 60er Jahre in leicht entnazifizierter Form neu aufgelegt wurde. Zitiert wird auch Margaret Meads berühmte Studie „Coming of Age in Samoa“, in der die Ethnologin berichtete, dass es in der von ihr beobachteten Gesellschaft das Phänomen der Pubertät, der Konflikte zwischen den Generationen nicht gebe. Im zyklischen Weltbild ist weder Platz noch Bedarf für den Fortschritt, der Konflikte mit sich bringt. Heute, in der medialisierten Welt, ist er nirgends mehr aufzuhalten." (tagesspiegel)

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