Familie und Arbeit global gesehen

Arbeit, Liebe und das Leben im Allgemeinen

Do

12

Okt

2017

Ist das denn erlaubt? Über Neustarts im mittleren Alter

Freunde aus Stockholm haben vor kurzem ein Plattenlabel gegründet. Viele Jahre des Komponierens, Übens, Spielens wollen sie in handfeste Werke packen und dabei künstlerisch die volle Kontrolle behalten. Sie alle haben in anderen Branchen längst ihren Weg gemacht, aber immer davon geträumt, die Musik – natürlich neben ihren Familien – in den Mittelpunkt ihres Lebens zu rücken und vor allem eines: dabei unabhängig zu sein und nicht im Würgegriff eines großen Labels. Als mein Mann und ich das erste von unseren Freunden produzierte Musikvideo über Facebook teilten, gab es viel „nice“ und „cool“ und „Ahhh!!“, aber auch den Kommentar: „Die sind ja gar nicht mehr so jung! Ist das denn überhaupt erlaubt?“

Na gut, die Künstler sind nicht mehr 20. Sie sind ein wenig ergraut, kommen aber trotzdem knackig und vor allem interessant daher. Sie  wirken noch immer wie Jungs, die sich in der Garage gerne zum Jammen treffen, allerdings mit ein wenig Lebenserfahrung hinter den graumelierten Schläfen und nicht mit dem verwirrten Blick eines zugedröhnten 20jährigen, der noch nicht so richtig weiß, wo die Reise hingeht. Was zählt, ist der Output, in diesem Fall die Musik, und die ist richtig gut.

 

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Do

06

Okt

2016

Arbeiten, Mensch bleiben

 

"Der Computer arbeitet deshalb so schnell, weil er nicht denkt“, schrieb einst der Journalist und Satiriker Gabriel Laub. Und auch Herr Virchow, nach dem viele Kliniken benannt sind, erkannte früh: „Es wird ja fleißig gearbeitet und viel mikroskopiert, aber es müsste mal wieder einer einen gescheiten Gedanken haben.“ Menschen sind keine Maschinen. Ebenso ist ihre Arbeitskraft rational nur bedingt berechenbar.

 

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Di

13

Sep

2016

Warum Burnout keine Privatangelegenheit sondern Chefsache ist

Ich muss zugeben: Es gibt im Feld der Arbeitswissenschaften einige Studien, bei denen man schon anhand der Eingangsfrage das Ergebnis erraten kann. Dazu gehört beispielsweise die Forschungserkenntnis, dass Menschen mit einer 30-Stunden-Woche weniger gestresst sind und sich besser konzentrieren können als diejenigen, die 50 Stunden in der Woche arbeiten. In diese Kategorie fällt auch die Einsicht, dass cholerische Chefs im Unternehmen großen wirtschaftlichen Schaden anrichten.

 

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Mo

05

Sep

2016

Ein Plädoyer für echte Auszeiten

 

Eine sehr gute Freundin von mir zieht es immer wieder in die Ferne. Sie hat einen anspruchsvollen Job und gilt aufgrund ihrer speziellen Qualifikationen als eigentlich unentbehrlich. Trotzdem überzeugt sie alle ein bis zwei Jahre ihren Arbeitgeber, ihr mehrere Wochen oder gar Monate unbezahlte Extra-Auszeit zu gönnen. Diese Freundin verbrachte drei Monate in Tel Aviv, reiste wochenlang durch Amerika und jüngst eineinhalb Monate durch Australien. Ihr Konto ist danach leer, aber Laune, Energielevel und Arbeitsmotivation wieder auf Höchstniveau. Das weiß ihr Arbeitgeber sehr zu schätzen, wenn auch zähneknirschend. Dank des Argumentationstalentes dieser Freundin müssen ihre Chefs eingestehen, dass auch eine eigentlich unentbehrliche Mitarbeiterin mal eine echte Auszeit braucht.

 

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