Ein Experiment

 

Ich beginne das schreibtherapeutische Coaching gerne mit einer kleinen, unverfänglichen Schreibübung. Also, auf die Plätze, fertig, los...!!!

 

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Nehmen Sie sich einen Kugelschreiber und einen Schreibblock oder Ihr Laptop und begeben Sie sich an einen gemütlichen, möglichst ruhigen Platz. Suchen Sie Sich einen Zeitpunkt aus, an dem Sie gerne schreiben möchten, gern auch abends im Bett. Schreiben Sie für jeweils 15-20 Minuten an  vier Tagen hintereinander. Schreiben Sie auf, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Schreiben Sie über etwas, über das Sie gerade viel nachdenken oder das Ihnen Sorgen macht oder etwas, von dem Sie vielleicht träumen.

Das kann jedes mal  das gleiche Thema sein, mit immer neuen Perspektiven oder viermal ein neues Thema. Denken Sie dabei nicht an Rechtschreibung, Grammathik oder tolle Formulierungen, schreiben Sie einfach. Sie können sich auch zunächst einfach Notizen machen. Die Geschichte entwickelt sich dann schon, trauen Sie sich einfach!

 

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Vielleicht möchten Sie über ein Ereignis in Ihrer Kindheit schreiben? Gedanken zum vergangenen Wochenende zu Papier bringen? Den Streit mit einer Freundin? Die Beziehung zu einem netten Kollegen? Das tolle Essen mit Freunden letzten Dienstag? Den geplanten Sommerurlaub? Gerne können Sie auch einen Kommentar zu einem Zeitungsartikel schreiben oder darüber, warum Sie ein Kinofilm besonders bewegt hat!

 

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 Haben Sie dabei aber immer eines im Hinterkopf: Sie schreiben nur für sich selbst! Das Schreiben ist nur für Sie! Ziel ist, völlig ehrlich mit sich zu sein. Ob Sie das Geschriebene behalten, löschen oder wegwerfen, bleibt Ihnen überlassen! Man kann sein Werk zur Seite legen, weg heften oder einrahmen  oder es verbrennen, zerschneiden, wegwerfen, schreddern, was gerade guttut.  Sie haben es auch während des Coaching-Prozesses immer wieder in der Hand, ob Sie mir das Geschriebene zeigen wollen, Teile davon oder gar nichts. Wir kommen trotzdem voran!

 

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Versuchen Sie locker zu lassen und die Gefühle kommen und gehen zu lassen. Versuchen Sie dabei darüber nachzudenken, was diese Gefühle auslöst, was möglicherweise mit Ihrer Kindheit zu tun hat, mit den Beziehungen zu Ihren Mitmenschen. Was lösen diese Gefühle aus, in ihrem Leben, bei ihren Mitmenschen?  

 

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Gerne können Sie diese Schreibübung verlängern und immer wieder zu neuen Intervallen starten, sich möglicherweise ein kleines Portfolio anlegen, um später wieder darauf zurück zu kommen. Sie können auch kleine Zeichnungen und Skizzen dazu machen, alles, was Ihnen hilft, noch ehrlicher und deutlicher mit sich selbst zu sein.

 

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Es gibt nicht nur eine belastende und herausfordernde Situation im Leben, sondern meistens ist die Lage sehr komplex. Das macht einen Coachingprozess auch besonders spannend. Das Schreibexperiment sollte Sie zumindest ein wenig in die Vergangenheit führen. Es sollte Ihnen aber auch deutlich machen, wer Sie jetzt sind und wer Sie werden möchten. Es gibt tausende Möglichkeiten, sich durchs Schreiben etwas Gutes zu tun. Man muss es einfach nach und nach herausfinden, gerne mit ein wenig Unterstützung.

 

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Möchten Sie mehr zu Papier bringen? Ich freue mich auf Sie!

kontakt (at) michaela.schonhoeft.de